Orgelbau Thomas Wälti

Kirche Brienzwiler

Disposition:
Gedackt 8' Holzpfeifen original
Principal 8' ab g im Prospekt, original
Flöte 4' C-h Holzpfeifen, ab c' Metall  neu
Octave 2' neu
 

Geschichte und Herkunft

Die typische Emmentaler Hausorgel ist nicht signiert. Verschiedene Merkmale deuten auf den Orgelbauer Kaspar Bärtschi hin. Der bedeutende Erbauer zahlreicher Hausorgeln aus Sumiswald lebte von 1751 (getauft) bis 1831. Das Instrument könnte um 1829 entstanden sein. Darauf weist eine Jahrzahl hin auf einem Brief der für die Abdichtung der Windlade verwendet wurde und bei der Restaurierung zum Vorschein kam. Dendrochronologische Untersuchungen bestätigten diese Jahrzahl.
Die Orgel befand sich in Privatbesitz. Die Kirchgemeinde Brienz konnte die wertvolle Orgel erwerben. Das Instrument wurde bei früheren Eingriffen mehrmals verändert.

Restaurierung

Eine Rekonstruktion auf den möglichst originalen Zustand wurde angestrebt. So musste ein nachträglich angehängtes Pedal entfernt werden, damit der für die Emmentaler Orgel typische Mehrfaltenbalg wieder rekonstruiert und eingebaut werden konnte. Anhand von noch vorhandenen Spuren wurde Position und Dimension der ursprünglichen Windversorgung festgestellt. Zusätzlich wurde ein Gebläse eingebaut. Die gespundete Windlade musste komplett saniert werden. Die originalen Metallpfeifen waren nicht mehr vorhanden und mussten nachgebaut werden. Die entsprechende Pfeifenmensur wurden Anhand der originalen Rasterbretter wieder ermittelt.

 

 

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