Orgelbau Thomas Wälti

Fribourg, Temple reformée

Erbaut um 1800
Restaurierung 1999
einmanualige Berner Hausorgel, 6 Register

Manual
Principal 8'
Gedackt 8'
Suavial 4'
Gedacktflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Spitzflöte 2'
 

ab d, Holz. Im Prospekt ab g
Holz
C - a Holz, ab b Metall
C - a Holz, ab b Metall, ab cs''' offen
beginnt bei h
Metall
 

Die bedeutende Berner Hausorgel ist nicht signiert, doch können wir sie eindeutig dem Emmentaler Orgelbauer Caspar Bärtschi zuweisen. Die Orgel wurde mehrere Male verändert und umgebaut. Der schlechte Zustand und vorallem viele, nicht fachgerechte Änderungen rechtfertigten eine Restaurierung der Orgel.
Das Werk wurde vermessen und dokumentiert. Wichtig war für uns die Erhaltung der noch originalen Substanz. Moderne, nicht passende Zutaten mussten entfernt werden. Ergänzungen wurden in der alten Tradition, im Sinne des Erbauers, mit den ursprünglichen Materialien (Hölzer, Metalle, Leder) ausgeführt. Dazu dienten uns zum Vergleich andere, noch erhaltene Orgeln von Bärtschi. Die Windversorgung wurde leider ebenfalls verändert. Der alte, mit vier Falten versehene Magazinbalg konnte wieder in aufwendiger Handarbeit restauriert werden. Die ehemalige Schöpfanlage für den Fussbetrieb wurde wieder rekonstruiert.
Das alte Werk enthält insgesamt 282 Pfeifen, davon sind 98 Stück aus Holz. 19 Pfeifen mussten in der originalen Mensur neu hergestellt werden. Alle alten Pfeifen wurden sorgfältig ausgeformt, restauriert und nachintoniert. Die Orgel ist heute leicht ungleichstufig gestimmt.
Expertise: Herr Dr. François Seydoux, Fribour

 

 

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